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VMware unter Broadcom: Wie Unternehmen ihre Infrastrukturstrategie erfolgreich planen

Die Wahl des richtigen Hypervisors ist nur ein Teil der Lösung. Entscheidend für den Projekterfolg ist eine durchdachte Infrastrukturstrategie. Erfahren Sie, wie Unternehmen ihre bestehende IT analysieren, eine Roadmap entwickeln und Modernisierungsprojekte strukturiert und zukunftssicher umsetzen.

4 min Lesezeit

Mit dem Support-Ende von VMware vSphere 8 im Oktober 2027 und den Veränderungen durch Broadcom stehen viele Unternehmen vor einer wichtigen strategischen Entscheidung. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass es dafür nicht die eine richtige Lösung gibt. Während einige Unternehmen ihre VMware-Umgebung auf vSphere 9 aktualisieren, entscheiden sich andere für einen alternativen Hypervisor oder nutzen die Gelegenheit, ihre Infrastruktur schrittweise in Richtung Hybrid Cloud oder Microsoft Azure weiterzuentwickeln.

Unabhängig davon, welcher Weg am Ende gewählt wird, zeigt die Erfahrung aus zahlreichen Infrastrukturprojekten eines sehr deutlich: Der Projekterfolg hängt wesentlich stärker von einer guten Planung als von der Auswahl der eigentlichen Technologie ab.

Erfolgreiche Projekte beginnen mit Transparenz

Bevor über einen Hypervisor, eine Cloud-Plattform oder eine Migration entschieden wird, sollte zunächst ein vollständiges Bild der bestehenden IT-Landschaft entstehen.

In vielen Unternehmen ist über Jahre hinweg eine Infrastruktur gewachsen, die unterschiedlichste Anforderungen erfüllen muss. Neben klassischen Servern gehören dazu Fachanwendungen, Datenbanken, Storage-Systeme, Netzwerke, Sicherheitslösungen und zahlreiche Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Systemen.

Erst wenn diese Zusammenhänge transparent sind, lässt sich fundiert beurteilen, welche Anwendungen weiterhin lokal betrieben werden sollten, welche modernisiert werden können und welche sich für den Betrieb in einer Cloud-Umgebung eignen.

Nicht jede Anwendung benötigt die gleiche Strategie

Eine der häufigsten Erkenntnisse aus Infrastrukturprojekten ist, dass nicht alle Systeme gleich behandelt werden müssen.

Geschäftskritische Anwendungen mit hohen Performance- oder Compliance-Anforderungen verbleiben häufig zunächst im eigenen Rechenzentrum. Andere Systeme eignen sich dagegen hervorragend für eine Verlagerung in Microsoft Azure oder können sogar vollständig durch moderne Cloud-Dienste ersetzt werden.

Genau diese differenzierte Betrachtung ermöglicht es, Investitionen gezielt einzusetzen und Risiken während der Migration zu minimieren.

Infrastrukturmodernisierung ist mehr als ein Hypervisor-Wechsel

Die Diskussion rund um VMware beginnt häufig mit der Frage nach der zukünftigen Virtualisierungsplattform. Tatsächlich bietet sich jedoch die Gelegenheit, die gesamte Infrastruktur auf den Prüfstand zu stellen.

Viele Unternehmen nutzen den anstehenden Hardware-Lifecycle, um Server zu konsolidieren, Backup- und Recovery-Konzepte zu modernisieren oder das Management von Endgeräten mit Microsoft Intune weiter auszubauen. Gleichzeitig können Cloud-Dienste dort eingeführt werden, wo sie einen konkreten Mehrwert bieten – beispielsweise für Datensicherung, Disaster Recovery oder moderne Plattformdienste.

Dadurch entsteht Schritt für Schritt eine IT-Landschaft, die nicht nur wirtschaftlicher betrieben werden kann, sondern auch besser auf zukünftige Anforderungen vorbereitet ist.

Eine Roadmap schafft Planungssicherheit

Gerade größere Infrastrukturprojekte profitieren von einer klaren Roadmap. Sie definiert, welche Maßnahmen kurzfristig umgesetzt werden können, welche Projekte mittelfristig geplant werden und welche Modernisierungsschritte langfristig vorgesehen sind.

Eine solche Roadmap schafft Transparenz für IT und Management gleichermaßen. Investitionen lassen sich besser planen, Abhängigkeiten werden frühzeitig erkannt und notwendige Veränderungen können ohne unnötigen Zeitdruck umgesetzt werden.

Darüber hinaus bietet eine strukturierte Vorgehensweise die Möglichkeit, bereits während der Transformation erste Erfolge zu erzielen – beispielsweise durch die Einführung neuer Cloud-Dienste oder die Konsolidierung einzelner Systeme.

Die richtige Strategie ist immer individuell

Die vergangenen drei Artikel dieser Blogserie haben gezeigt, dass Unternehmen heute zwischen verschiedenen Handlungsoptionen wählen können. Für manche Organisationen ist ein Upgrade auf VMware vSphere 9 die richtige Entscheidung. Andere setzen künftig auf Microsoft Hyper-V, Proxmox oder den Citrix Hypervisor. Wieder andere entscheiden sich für eine Hybrid-Cloud-Strategie oder entwickeln ihre Infrastruktur konsequent in Richtung Microsoft Azure weiter.

Die richtige Antwort ergibt sich dabei nicht aus einer bestimmten Technologie, sondern aus den individuellen Anforderungen des Unternehmens. Faktoren wie bestehende Investitionen, Geschäftsprozesse, Sicherheitsanforderungen und zukünftige Wachstumsziele spielen dabei eine ebenso wichtige Rolle wie wirtschaftliche Überlegungen.

Fazit

Das Support-Ende von VMware vSphere 8 sollte nicht als isoliertes Infrastrukturprojekt betrachtet werden. Es bietet Unternehmen vielmehr die Chance, ihre bestehende IT-Landschaft ganzheitlich zu analysieren und eine langfristige Strategie für die kommenden Jahre zu entwickeln.

Wer diese Zeit nutzt, um die vorhandene Infrastruktur zu bewerten, verschiedene Handlungsoptionen miteinander zu vergleichen und eine klare Roadmap zu entwickeln, schafft die Grundlage für eine moderne, wirtschaftliche und zukunftssichere IT.

Am Ende steht dabei nicht die Entscheidung für einen bestimmten Hypervisor oder eine bestimmte Cloud-Plattform im Mittelpunkt. Entscheidend ist vielmehr, eine Infrastrukturstrategie zu entwickeln, die den Anforderungen des Unternehmens auch in den kommenden Jahren gerecht wird.

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